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Es ist Schenkzeit!

Es ist Schenkzeit!

Seit rund acht Monaten ist die AXA Stiftung Generationen-Dialog mit ihrem Social Startup «Schenkzeit» unterwegs. Die Idee: ausgewählte Geschenke speziell für die Babyboomer-Generation. Nun hat das Schenkzeit-Team Best Ager aus verschiedenen Lebenswelten ins «Schenkzeit-Labor» eingeladen. Wir von Neustarter waren dabei und entwickelten mit den «Laborant*innen» in einem Design-Thinking-Prozess fünf neue Geschenkideen.

Liebe Regula, was wolltet ihr mit dem Schenkzeit-Labor genau erreichen?

Seit Beginn der Schenkzeit-Idee haben wir uns immer sehr stark an den Bedürfnissen unserer Kund*innen ausgerichtet. So lag es auf der Hand, dass wir nach einer ersten Laufzeit erneut an die Zielgruppe wenden und ihnen auf den Puls fühlen. Wir haben in den letzten Monaten verschiedene Annahmen entwickelt, was bei Schenkzeit wie und weshalb läuft oder nicht. Diese Annahmen wollten wir überprüfen, bevor wir Angebote anpassen respektive neue entwickeln.

Schenkzeit Labor _ Regula Stocker
Regula Stocker, Geschäftsführung AXA Stiftung Generationen-Dialog

Das Interesse am Schenkzeit-Labor war gross – hat euch das überrascht?

Ja, und ob! Vermutlich hat das rege Interesse auch damit zu tun, dass wir den Teilnehmenden bewusst auch etwas bieten wollten. Sie sollten beim Schenkzeit-Labor nicht nur uns helfen, sondern persönlich auch etwas mitnehmen. So haben wir den Anlass an einem sehr inspirierenden Ort durchgeführt, dem «museum schaffen» in Winterthur.

Zudem haben die Teilnehmenden unter Anleitung von Bernadette Höller die Arbeitsmethode Design Thinking kennenlernen können. Toll, was dabei rausgekommen ist! Funktioniert offensichtlich gut, die Methode 😉

Könntest du unseren Lesern verraten, was ihr beim Schenkzeit-Labor herausgefunden habt?

Nicht ganz überraschend bestätigte sich beim Bewerten unserer aktuellen Geschenke: DEN Babyboomer gibt es nicht. Die Interessen sind verschieden. Was die einen überzeugt, spricht andere gar nicht an. Für die Entwicklung künftiger Geschenke nehmen wir mit: Spezielle Erlebnisse sind besonders gefragt und können lokal an einem bestimmten Ort stattfinden. Solche Perlen dürfen gerne ein paar Franken mehr kosten.

Und gab’s auch Kritik am bestehenden Geschenke-Angebot?

Ja, die gab es. Zum Glück! Kritisch bewertet wurden unsere aktuellen, mit einer Spende verbundenen Engagement-Geschenke. Die Best Ager möchten lieber Zeit schenken, nicht Geld. Auch wenn sie gemeinnütziges Engagement sehr wichtig finden. Dieses Feedback nehmen wir ernst und beabsichtigen, das freiwillige Engagement auf andere Weise in Szene zu setzen. Zudem haben wir gefragt, welche redaktionellen Inhalte wir für die Kund*innen kuratieren könnten – auf der Plattform, im Newsletter, auf Facebook. Die Antwort: Warum zusätzlicher Content? Die Geschenke selbst inspirieren dazu, Neues auszuprobieren, gemeinsam Zeit zu verbringen oder für eine gute Sache zu investieren.

Die «Laborant*innen» hatten die Aufgabe, neue Geschenke zu entwickeln. Willst du uns noch etwas über die Ergebnisse erzählen?

Es ist wirklich toll, was die Teilnehmenden in der sehr kurzen Zeit entwickelt haben: Vom Workshop zum Thema Work-Life-Balance über ein Störkoch-Coaching über eine Stimmbildungs-Wanderung über einen Käserei-Workshop im Emmentaler Stöckli bis zu einem Gutschein für Betreuungszeit für pflegende Angehörige.

Im Laufe des Sommers werden wir neue Geschenke präsentieren. Sicherlich werdet ihr Aspekte der kreierten Protoypen wiederfinden!



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