Magazin

Den Wandel der Arbeit erleben – persönlich und mit anderen

Den Wandel der Arbeit erleben – persönlich und mit anderen

Lokstadt Halle Rapide, Winterthur. Da, wo einst legendäre Lokomotiven wie der Rote Pfeil das Licht der Welt erblickten, gastiert ein Kulturprojekt der besonderen Art – mit einer Sonderausstellung zum Wandel der Arbeit ermöglicht und pflegt das museum schaffen Begegnung, Geschichten, Geschichte. Vor Ort dabei und in «Schichtarbeit» im Einsatz: 30 Frauen und Männer, die Einblick geben in ihren ganz persönlichen Lebenslauf, auch ins berufliche Ringen und Gelingen.

Wir schreiben das Jahr 1918. Die kriegsbedingte Kohleknappheit bringt die SBB dazu, die Elektrifizierung voranzutreiben. Für die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik SLM bedeutet das volle Auftragsbücher. Der Platz in der Fabrik wird knapp – also überdacht die SLM den Hof zwischen den bestehenden Montagehallen. Eine neue, säulenlose Werkhalle entsteht: die Lokstadt Halle Rapide (ehem. Halle 1013). Jahrzehntelang wurde darin im Takt der Industrialisierung gehämmert, geschweisst, geschwitzt. Und heute? Heute gastiert ein Kulturprojekt in der teils denkmalgeschützten Halle, das dem Wort «Museum» den Staub abklopft: das museum schaffen. Ein modernes Historisches Museum, das den Menschen als Schaffenden ins Zentrum setzt, Mikrokosmos ist und an diesem geschichtsträchtigen Ort Neues probiert.

Zeit. Zeugen. Arbeit. – das «andere» Ausstellungserlebnis

Am 5. Mai 2018 hat das museum schaffen erfolgreich Zeit. Zeugen. Arbeit. Ein Ausstellungsparcours eröffnet – eine Sonderausstellung, die den Wandel der Arbeit behandelt, ein Thema also, das uns letztlich alle betrifft. Es geht um die vielen Veränderungen, die wir in den letzten Jahrzehnten durchlebt haben. Gesellschaftlich, wirtschaftlich, technologisch … aber auch persönlich. Und weil der Schaffende im Zentrum steht, trifft man in verschiedenen, spielerischen Themenräumen mit Namen wie «Energiezentrale», «Labor» oder «Archiv» tatsächlich auf Menschen: Frauen und Männer aus Winterthur und Umgebung – von der Studentin bis zum Pensionär, von der ehemaligen Kioskleiterin bis zum Rechtsanwalt oder Maschinenschlosser – sind in verschiedenen Rollen im Einsatz, bringen ihre eigenen Erfahrungen mit ein und machen die Ausstellung zu einem persönlichen Erlebnis.

Von Werdegängen, Weichen, vom Zwang und der Freiheit

Gerade für Menschen, die nicht unreflektiert Zahnrädchen sein wollen, sondern über das eigene Schaffen nachdenken, sich vielleicht auch bewusst machen, warum sie den bisherigen Weg gegangen sind und wohin sie noch möchten, ist die Ausstellung sehr geeignet. Denn obwohl Zeit. Zeugen. Arbeit. keine Motivationsmaschine ist, das museum schaffen hier nicht das «Jeder ist seines Glückes eigener Schmied»-Prinzip zelebriert und zementiert, kann ein Besuch sehr inspirierend sein. Gerade weil die Mitwirkenden in ihrem eigenen Suchen und Finden auch dafür stehen, dass man sich Handlungsspielräume erobern kann, diese Handlungsräume vielleicht grösser sind als man denkt. Und man auch später im Leben der eigenen «Vita» nochmals neues Leben einhauchen kann. Ausserdem kommen an verschiedenen Audio-Stationen und ergänzend zu den persönlichen Geschichten unterschiedliche Experten zu Wort. Auch sie tanken die Besucherinnen und Besucher auf – mit anregenden Gedanken zum Thema Arbeit.

Neustarter auf Tour im museum schaffen

Am 6. September 2018 können Neustarter und Unternehmen mit «Neustarter auf Tour» das museum schaffen zu einem Spezialpreis besichtigen.

Fragen stellen und anmelden können Sie per Telefon +41 43 544 44 22, E-Mail kontakt@neustarter.com oder über unsere Website.

Video von SRF Kultur: Was bedeutet mir Arbeit?

Video von Art-TV: museum schaffen | Zeit. Zeugen. Arbeit.

Öffnungszeiten Sonderausstellung

Zeit. Zeugen. Arbeit. Ein Ausstellungsparcours

  1. Mai – 16. September 2018

Sommerpause: 16. Juli - 22. August 2018

Reguläre Öffnungszeiten

  • Donnerstag, 17:00 – 20:00 Uhr
  • Samstag, 15:00 – 21:00 Uhr
  • Sonntag, 14:00 – 17:00 Uhr

Adresse

museum schaffen, Lokstadt Halle Rapide, Vis-à-vis Zürcherstrasse 42, CH-8400 Winterthur

www.museumschaffen.ch